Indexfonds auf Rohstoffe
Rohstoffe als Geldanlage
Indexfonds auf Rohstoffe - Durch die hohen
Kursschwankungen an den Aktienmärkten orientieren sich viele
Anleger mittlerweile auch außerhalb der wichtigen
Assetklassen Aktien und Renten. Rohstoffe dienen dabei einer weiteren
Diversifizierung
des Depots, wodurch Risiken begrenzt und Chancen
erhöht werden können.
Anleger sind damit nicht mehr so stark von der Entwicklung des
Aktienmarktes abhängig, so dass
Gewinne auch in
Zeiten sinkender Aktienkurse erzielt werden können.
Rohstoffe sind in diesem Zusammenhang nicht nur die bekannten Stoffe
wie Rohöl und Gold, sondern alle Produkte, die für
das tägliche Leben benötigt werden. So zum Beispiel
Zucker, Bauwolle, Stahl, Kupfer und Zink.
Der Handel mit diesen Rohstoffen war bis vor einigen Jahren nur mit
relativ hohen Kosten möglich. Hierdurch wurde der erzielte
positive Effekt nicht selten wieder zunichte gemacht. Inzwischen gibt
es jedoch
einige gute Möglichkeiten, in
Rohstoffe zu investieren und an der zum Teil positiven
Rendite zu partizipieren. Eine dieser Möglichkeiten sind
Indexfonds,
so genannten
ETF.
Die Entwicklung von Rohstoffen in den letzten Jahren
Rohstoffe lieferten in den letzten Jahrzehnten relativ
stabile Renditen, so dass Anleger Werte zwischen 5-8% erzielen konnten.
Seit dem Jahr 2002 entwickelten sich die
Rohstoff-Indizes
jedoch stark nach oben, was vor allem in der rasanten
Entwicklung des Rohöls begründet war. Gerade die
nicht nachwachsenden Rohstoffe wie Öl, Gold und Kupfer konnten
in den letzten Jahren enorme Preissteigerungen erzielen, denn die
Nachfrage überstieg in der Regel das Angebot.
Diese Entwicklung wird sich in der Zukunft wohl weiter
verstärken, so dass Anleger sowohl im langfristigen als auch
im kurzfristigen Bereich profitieren können. Die Notierung von
Rohstoffen erfolgt in der Regel in US-Dollar, so dass die Rendite auch
von der Dollar-Entwicklung abhängt. Zu beobachten war dabei,
dass bei sinkenden Dollarkursen die Rohstoffpreise zwar steigen,
europäische Anleger hiervon aufgrund der
Dollarabschwächung jedoch kaum profitieren. Gleiches gilt
für den umgekehrten Fall, dass die Dollar-Notierungen steigen.
Indexfonds als Alternative zum klassischen Rohstoffinvestment
Indexfonds sind passiv gemanagte Rohstoff Investmentfonds,
die bei Anlegern in den letzten Jahren immer beliebter geworden sind.
Der Grund für diese Beliebtheit ist zum einen die einfache
Struktur dieser Fonds, denn sie orientieren sich nahezu 1:1 an einem
zugrunde liegenden Index.
Der Anleger hat somit direkte Kenntnis darüber, in welche
Werte der Fonds investiert.
Im Vergleich zu klassischen
Investmentfonds sind Rohstoff-ETF´s (Exchange Traded Funds)
zudem deutlich günstiger, denn sie werden
direkt über die Börse gehandelt. Außer den
Tradingkosten fallen dabei keine weiteren Kosten wie etwa
Ausgabeaufschläge, die die Rendite negativ beeinflussen
können an.
Auch
im Vergleich zur konventionellen Rohstoffanlage
liegen Indexfonds klar vorn, denn die Kosten sind hier
weitaus geringer als bei vergleichbaren Direktanlagen. Viele Anleger
nutzen, wenn in Rohstoffe investiert werden soll, auch
Rohstoff-Zertifikate. Hierbei ist es ebenfalls möglich, an der
Entwicklung von Rohstoffen zu partizipieren, allerdings besteht hier
der Nachteil des Emittentenrisikos. Muss die Bank, die das Zertifikate
emittiert hat, Insolvenz anmelden, droht Anlegern unter
Umständen ein Totalverlust. Investmentfonds auf Rohstoffe
hingegen stellen Sondervermögen der Kapitalanlagegesellschaft
dar, welches auch im Insolvenzfall abgesichert ist.
Die Basis von Indexfonds
Als Basis der Rohstoff-Indexfonds werden verschiedenen Rohstoffindizes
genutzt. Deren Zusammensetzung wird durch den Fonds nahezu 1:1
abgebildet, so dass sich auch die Entwicklung nahe am zugrunde
liegenden Index orientiert. Anleger haben dabei ein
e
breite Auswahl an Indexfonds auf Rohstoffe.
Einige dieser Fonds investieren dabei ausschließlich in einen
einzigen Rohstoff wie Baumwolle, Kaffe, Kakao, Weizen oder Zucker,
andere wiederum setzen sich aus verschiedenen Rohstoffarten zusammen.
Es gibt hierbei vier wichtige Rohstoffindizes, die sich nach der
Gewichtung der im Index enthaltenen Rohstoffe unterscheiden. Der
Reuters/Jefferies-CRB beispielsweise gewichtet 22 Rohstoffe nahezu
gleich, der GSCI Index von Goldman Sachs hingegen gewichtet vor allem
Energieprodukte stark, allen voran das Öl.