Rentenfonds Vergleich


Definition Rentenfonds

Rentenfonds sind klassische offene Investmentfonds, die nahezu ausschließlich in festverzinsliche Wertpapiere wie Anleihen, Pfandbriefe oder Obligationen investieren. Diese Papiere bieten Anlegern grundsätzlich einen festen Zinsertrag und gewährleisten die Rückzahlung zu 100% am Ende der Laufzeit. Somit weisen diese Papiere deutlich weniger Risiken auf als beispielsweise Aktien.

Im Vergleich zur Aktie handelt es sich bei festverzinslichen Wertpapieren jedoch nicht um einen Anteil am Grundkapital des emittierenden Unternehmens, sondern um Fremdkapital, welches die Unternehmen für Investitionen nutzen können. Sie leihen sich quasi das Geld von ihren Investoren und bezahlen hierfür einen Zins. Dieser Zins ist abhängig vom jeweiligen Risiko der Anlage und von der Bonität des Unternehmens. Neben den Renten und Anleihen ist es einigen Fonds zudem gestattet, weitere Geschäfte zu tätigen und zum Beispiel einen kleinen Anteil des Fondsvermögens in Termingeschäfte zu investieren, um ein vorhandenes Zinsniveau abzusichern.

Die Chancen und Risiken bei Rentenfonds

Ebenso wie andere Investmentfonds weisen auch Rentenfonds Chancen und Risiken auf.
Im Vergleich zu Aktienfonds werden Rentenfonds meist nur durchschnittliche Renditen erzielen, wobei der jeweilige Ertrag maßgeblich davon abhängt, in welche Regionen und Unternehmen der Fonds investiert. Je höher das Risiko der einzelnen Papiere ist, desto höhere Zinssätze werden die Unternehmen hierfür bezahlen müssen. Somit steigt auch der mögliche Ertrag der Rentenfonds.

Ebenso wie festverzinsliche Papiere können Rentenfonds an Kurs verlieren. Die Kursentwicklung eines Rentenfonds ist dabei kaum abhängig von der Entwicklung an den Wertpapierbörsen, sondern einzig an der Entwicklung des allgemeinen Marktzinses. So werden die Kurse festverzinslicher Papiere in der Regel sinken, wenn das Zinsniveau ansteigt. Ursache ist die Preisgestaltung nach Angebot und Nachfrage, denn bei steigenden Zinsen werden ältere Papiere mit niedrigen Zinsen weniger nachgefragt, der Kurs sinkt. Im Gegensatz hierzu werden die Kurse steigen, wenn das Zinsniveau sinkt.

Dies war zu Beginn des Jahres 2009 sehr gut zu beobachten, als die Zentralbanken der Länder die Leitzinsen massiv gesenkt haben. Festverzinsliche Wertpapiere und Rentenfonds konnten hiervon profitieren. Aber auch die Bonität einzelner Emittenten können die Kurse von Rentenfonds belasten. Gerade dann, wenn ein Unternehmen insolvenzgefährdet ist, wirkt sich dies auf die Kurse aus, denn dann steigt das Risiko des Verlustes.

Die Vorteile der Rentenfonds

Festverzinsliche Wertpapiere sind bei Anlegern heute sehr beliebt, denn sie bieten einen festen Zins und eine feste Laufzeit. Trotz dessen besteht immer das Risiko des Verlustes, wenn der Emittent Insolvenz anmelden muss.

Durch Investition in einen Rentenfonds kann dieses Risiko nahezu ausgeschlossen werden, denn der Fonds legt in mehrere Hundert verschiedene Papiere unterschiedlicher Emittenten an. Selbst die Insolvenz eines einzigen Emittenten würde sich hier noch nicht negativ auf die Kursentwicklung auswirken. Durch diese Risikostreuung ist die Sicherheit der Anlage deutlich höher.

Die unterschiedlichen Arten der Rentenfonds

Im Bereich der Rentenfonds gibt es zahlreiche unterschiedliche Arten, die sich in ihrer Rendite, aber auch in ihrem Risikoprofil zum Teil deutlich unterscheiden. Rentenfonds beispielsweise, die vorwiegend in Staatsanleihen von Staaten mit guter Bonität investieren, werden zwar nur eine moderate Rendite auf dem Niveau des Marktzinses erzielen, sie gelten aber als besonders sicher.

Gleiches gilt für Fonds, die in Unternehmen mit guter bis sehr guter Bonität investieren. Ein etwas höheres Risiko hingegen bergen Rentenfonds, die ausschließlich in Unternehmensanleihen investieren, deren Bonität nicht erstklassig ist. Anleihen von Emittenten, die mit einer eher durchschnittlichen oder gar schlechten Bonität bewertet werden, werden auch als Junk Bonds oder High Yield Bonds bezeichnet.

Sollten diese Unternehmen trotz ihrer negativen Bonität keine Insolvenz anmelden müssen, können Anleger höhere Renditen erzielen. Ähnlich geartet sind Rentenfonds, die in spezielle Regionen investieren, auch hier kann das Risiko mitunter höher ausfallen.

Der Rentenfonds Vergleich:


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