Die Rendite bei Fonds


Fondsanlagen sind insbesondere für langfristige Anlagezeiträume oder Sparpläne gut geeignet. Die Rendite eines Fonds gibt dabei Auskunft darüber, ob und in welchem Maße die Anlage erfolgreich war.

Unter der Fonds-Rendite versteht man im Allgemeinen die Differenz aus Kauf- und Verkaufskurs des Fondsanteils. Ist diese Differenz positiv, hat die Anlage Gewinn erwirtschaften können, ist sie negativ, sind Verluste entstanden. Die Kursgewinne des Fonds werden dabei zum einen aus den Kursgewinnen der im Fonds enthaltenen Aktien oder festverzinslichen Wertpapiere erzielt, aber auch Zinsen und Dividenden können sich positiv auf die Fondsrendite auswirken. Dabei sollte beachtet werden, dass Zinsen und Dividenden in der Regel jährlich berechnet werden und entweder ausgeschüttet oder thesauriert werden. Bei einer Ausschüttung der Anträge wird der Gewinn dem Verrechnungskonto gutgeschrieben und kann auf Wunsch wieder angelegt werden. Thesaurierende Fonds hingegen schreiben ihren Gewinn aus Zinsen und Dividenden dem Fondsvermögen gut, wodurch ein nicht unerheblicher Zinseszinseffekt erzielt werden kann, der die Rendite des Fonds erhöht.

Die Betrachtung der Fondspreise allein gibt jedoch noch keine Auskunft darüber, ob die Anlage tatsächlich gewinnbringend war. Dies ist nur dann möglich, wenn auch Kosten und Gebühren, die mit der Fondsanlage im Zusammenhang stehen, beachtet werden. So berechnen die Banken beim Fondskauf in der Regel einen Ausgabeaufschlag, der je nach Art des Fonds zwischen zwei bis 5,75% der Anlagesumme betragen kann. Diese teils hohen Kosten schmälern natürlich die Rendite. Gleiches gilt für die bei Fonds übliche Verwaltungsgebühr, die jährlich direkt dem Fondsvermögen belastet wird. Auch eventuell fällige Depotgebühren sind bei der Renditeberechnung für Fonds einzubeziehen.

Somit sind bei der Berechnung der Rendite von Fonds also der Wertgewinn abzüglich des Ausgabeaufschlags sowie weiterer Gebühren zu ermitteln. Das Ergebnis weist dann die Gesamtrendite für die gesamte Anlagedauer aus, für die Berechnung der jährlichen Rendite muss zudem die Anlagedauer berücksichtigt werden.

Wie die Rendite erhöht werden kann

Um die Rendite einer Fondsanlage zu steigern, haben Anleger verschiedene Möglichkeiten. Zum einen sollte natürlich eine Fondsanlage gewählt werden, die bereits seit einigen Jahren hohe Renditen erzielt hat. Um dies zur prüfen, stehen Fondsrankings und Fondsratings zur Verfügung, die zum einen die reine Wertentwicklung, also die Performance des Fonds, betrachten, zum anderen aber auch die Qualität des Managements bewerten. Fonds, die bei diesen Vergleichen und Bewertungen gut abschneiden, können aller Voraussicht nach auch in Zukunft hohe Erträge erzielen, die Anlegern dann eine hohe Rendite ihres Fonds bescheren. Neben der Auswahl des Fonds sollten Anleger auch auf die Kosten und Gebühren achten, die eine derartige Fondsanlage mit sich bringt. Sowohl der Ausgabeaufschlag als auch die Verwaltungsgebühren eines Fonds fließen in den meisten Fällen der Bank, die den Fonds verkauft hat, zu. Diese Gebühren sollen den Aufwand des Instituts für die Beratung des Kunden decken. Anleger hingegen, die auf eine Beratung verzichten können und wollen, haben auch die Möglichkeit, Fondsanlagen bei Direktinstituten und Discount-Brokern zu erwerben. Diese eröffnen nicht nur Wertpapierdepots ohne Depotgebühren, sondern verkaufen viele Fonds auch mit 0% Ausgabeaufschlag. Somit wird die Rendite des Fonds nicht oder nur gering durch anfallende Kosten geschmälert.

Die unterschiedliche Rendite der Fonds

Auf dem deutschen Markt gibt es derzeit mehrere Tausend Investmentfonds. Diese unterscheiden sich zum Teil stark in ihren Investments, aber auch in ihrer Rendite.

Die als sichersten Fondsanlagen geltenden Geldmarktfonds legen vornehmlich in kurz laufende festverzinsliche Wertpapiere sowie in Schatzanweisungen an. Die Rendite des Fonds wird dabei aus den Zinserträgen erzielt, Kursgewinne spielen hier eine nur untergeordnete Rolle. Daher ist die Rendite von Geldmarktfonds mit der erzielbaren Rendite am Geldmarkt zu vergleichen.

Eine etwas höhere Rendite hingegen können Rentenfonds erzielen, die ausschließlich in festverzinsliche Wertpapiere investieren. Deren Rendite ist von den Zinssätzen der im Fonds enthaltenen Wertpapiere abhängig, aber auch die Kursentwicklungen der Rentenpapiere geben hier einen Ausschlag. Durchschnittlich können Rentenfonds zwischen 2-5% p.a. erzielen, abhängig davon, ob ausschließlich in Staatsanleihen oder auch in meist höher verzinsliche, aber leicht risikoreichere Unternehmensanleihen investiert wird.

Die Fonds-Rendite bei Aktienfonds hingegen ist ausschließlich von der Entwicklung der im Fonds enthaltenen Aktien abhängig, gleiches gilt für Indexfonds, die ebenfalls als reine Aktienfonds konzipiert sind. Ausschlag für die Kursentwicklung gibt hier der jeweilige Anteil der Aktie am Fonds, die aus der Zusammensetzung des Fondsvermögens erkannt werden kann. Die Rendite von Aktienfonds wird dabei mit einer Spanne von 5-9% p.a. angegeben, wobei gerade Indexfonds meist höhere Renditen erzielen können, denn deren Kostenbelastung ist für Anleger deutlich geringer. Vor allem bei ETF, die über die Börse gehandelt werden, fallen nur geringe Kauf- oder Verkaufsgebühren an, die die Rendite negativ beeinflussen.

Eine weitere Form der Fonds sind offene Immobilienfonds, die nicht in Wertpapiere, sondern in Immobilien investieren. Deren Rendite wird aus den Erträgen für die Vermietung der Objekte erzielt, pro Jahr können so zwischen 4-6% erreicht werden. Besonderes vorteilhaft ist es hierbei, dass die Rendite meist relativ konstant ist, größere Schwankungen, wie sie etwa bei Aktienfonds vorkommen, gibt es nicht.

Gerade bei der Einführung der Abgeltungssteuer wurden auch Dachfonds als Vermögensanlage wieder bekannter. Diese Fonds investieren wiederum in Fonds und können somit als reine Aktienfonds, aber auch als Immobilienfonds oder Mischfonds konzipiert sein. Ihre Rendite ist damit abhängig von der Rendite der im Fonds enthaltenen Fonds. Durch die relativ hohen Kosten, die bei Dachfonds jedoch kalkuliert werden müssen, können sie selten höhere Renditen als bei einer Direktanlage in Fonds erzielen.

Der Fonds Rendite Vergleich:


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