Private Equity
Die Definition von Private Equity
Unter dem Begriff Private Equity versteht
man die Beteiligung an Unternehmen,
welches von Privatinvestoren zur Verfügung gestellt wird. Mit
Hilfe dieser Geldbeträge können vor allem kleinere
Unternehmen des Mittelstands notwendige Investitionen tätigen,
die mittels Bankkrediten nicht finanziert werden können.
Vor allem seit der Einführung der neuen
Eigenkapitalrichtlinien der Banken, die auch als Basel II bezeichnet
werden, sind Kreditaufnahmen für den Mittelstand schwieriger
geworden, so dass vermehrt Private Equity genutzt wird.
Dabei sollte das Private Equity deutlich vom Venture
Capital abgegrenzt werden. Letzteres wird vorrangig
jungen, aufstrebenden Unternehmen zur Verfügung gestellt, die
sich so besser am Markt etablieren und weiter entwickeln
können.
Die Geldgeber stellen hierbei oft auch ihr Wissen zur
Verfügung, um den jungen Unternehmern weiterzuhelfen. Ziel der
Investoren ist dabei, das unterstützte Unternehmen
wirtschaftlich zu etablieren und später an den Erfolgen
teilhaben zu können. Hieraus erzielen die Kapitalgeber dann
ihre erwartete Rendite. Um diese Ziele erreichen zu können,
werden nicht gewinnbringende Unternehmensteile abgespalten, Outsourcing
genutzt und unter Umständen auch Mitarbeiter
gekündigt. Dieses Vorgehen brachte den Geldgebern vor einigen
Jahren die Bezeichnung „Heuschrecken“ ein.
Grundsätzlich werden Investitionen über Private
Equity zeitlich begrenzt durchgeführt. Nach
Abschluss der Investitionen und dem Erfolg des Projekts wird das
Unternehmen dann entweder verkauft oder aber an die Börse
gebracht.
Die Renditen des Private Equity
Private Equity Investitionen bieten Anlegern gute
Renditechancen, sofern in aussichtsreiche Unternehmen
investiert wird. Die Rendite kann bei dieser Form der Geldanlage bei
bis zu 15% pro Jahr liegen, aber auch die Risiken der Geldanlage
sollten nicht unbeachtet bleiben. Sollten die Investoren Ihre Ziele
nämlich nicht erreichen können, droht unter
Umständen sogar der Totalverlust.
Geschlossene Private Equity Fonds
Bis vor einigen Jahren war die Investition des Private Equity
vornehmlich größeren Investmentgesellschaften oder
vermögenden Privatpersonen vorenthalten. Heute können
sich jedoch auch Kleinanleger an Private Equity Fonds
beteiligen und so von dieser Form der Geldanlage
profitieren. Grundsätzlich werden Private Equity Fonds in zwei
verschiedenen Varianten angeboten. Dies sind zum einen geschlossene
Fonds, die eine feste Laufzeit aufweisen. Die Kapitalanlagegesellschaft
sammelt dabei das Geld der Investoren ein und beteiligt sich dann
direkt an verschiedenen Unternehmen.
Die Private Equity Unternehmen stehen dabei in direktem Kontakt mit dem
jeweiligen Unternehmen und können so jederzeit
Auskunft über die wirtschaftliche Entwicklung geben.
Durch das eigene Know-how werden nur derartige Investitionen
eingegangen, die auch gewinnversprechend sind. Somit ist die Rendite
derartiger Fonds natürlich stark von der Qualifikation der
Beteiligungsgesellschaft abhängig, deren Erfolge daher vor
einem Abschluss geprüft werden sollten. Die Mindestsummen
für die geschlossenen Fonds liegen zwischen 10.000 –
20.000 Euro, dabei wird ein Agio von 5% der Anlagesumme berechnet.
Private Equity Dachfonds
Eine weitere Möglichkeit, die Geldanlage Private
Equity zu nutzen, bieten Dachfonds.
Diese Fonds investieren nicht direkt in Unternehmen, sondern wiederum
in geschlossene Fonds. Somit wird das Risiko für Anleger
gesenkt, denn die Streuung ist deutlich größer, so
dass Verluste bei einem beteiligten Unternehmen durch Gewinne bei einem
anderen Unternehmen egalisiert werden können. Ebenso wie beim
geschlossenen Fonds sind jedoch auch beim Dachfonds Kursverluste nicht
völlig auszuschliessen. Andererseits bieten Dachfonds
natürlich wiederum höhere Kosten, denn neben dem
Ausgabeaufschlag müssen auch Verwaltungsprovisionen verdient
werden.
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