Indexzertifikate Vergleich
Bei dem Indexzertifikat handelt es sich um eine Schuldverschreibung des
emittierenden Unternehmens, also in den meisten Fällen der
Kreditinstitute. Indexzertifikate als Finanzprodukt sind
stets an einen bestimmten Index gekoppelt, sei es an
einen Aktienindex oder auch einen Rohstoffindex.
Im Gegensatz zu den Optionsscheinen besitzen Indexzertifikate
allerdings zum Beispiel keinen Hebel, sondern steigen oder fallen
prozentual stets in dem gleichen Ausmaß (abgesehen durch
Beeinflussung durch Angebot und Nachfrage) wie der zu Grunde liegende
Index.
Grundsätzliche Indexzertifikate Merkmale sind
zudem, dass diese ein bestimmtes Bezugsverhältnis zum Index
aufweist. Dieses liegt oftmals bei 1:100 oder 1:10.
Durch dieses Bezugsverhältnis wird festgelegt, wie sich der
Wert des Zertifikates gegenüber dem eigentlichen Index
verhält.
Nimmt man als Beispiel einmal ein Indexzertifikat auf den Deutschen
Aktienindex (DAX) mit einem Bezugsverhältnis von 1:100, so
würde jede Veränderung des DAX um 100 Punkte beim
Zertifikat eine Wertänderung von einem Euro verursachen.
Dieses ist natürlich nur eine theoretische
Größe, da auch Angebot und Nachfrage noch Einfluss
auf den Wert der Indexzertifikate haben,
da diese sehr oft an der Börse handelbar sind.
Wenn der Kunde also in Indexzertifikate investieren möchte,
kann er dieses über einen "normalen" Wertpapier-Kaufauftrag
über die Börse durchführen.
Grundsätzlich gibt es hinsichtlich der Laufzeit zwei
Formen von Indexzertifikaten, nämlich zum einen
die zeitlich begrenzten Zertifikate und zum anderen die so genannten
"Endlos-Zertifikate" ohne feste Laufzeit.
Ferner kann man bei einem Indexzertifikat auch noch unterscheiden, ob
dieses sich auf einen Kursindex oder einen Performance-Index bezieht.
Beim Kursindex (wie zum Beispiel dem DAX) spiegelt dieser Index nur die
Kurse der enthaltenen Aktien wieder, während beim
Performance-Index auch Dividenden und Bezugsrechtserlöse mit
in die Bewertung einfließen.
Die Vorteile für den Anleger, in
Indexzertifikate zu investieren, liegen
ganz eindeutig in der Risikostreuung. Anstatt in
einzelne Aktien investieren, wo für den Anleger stets ein
größeres Verlustrisiko besteht, investiert der Kunde
durch das Indexzertifikat in sehr viele Aktien oder sonstige Basiswerte
des Zertifikates und kann somit das Verlustrisiko deutlich reduzieren.
Indexzertifikate und Indexfonds
Eine ähnliche Anlageform wie Indexzertifikate
sind Indexfonds, wobei es allerdings auch Unterschiede
zwischen den beiden Finanzprodukten gibt.
Bei den Indexfonds unterscheidet man zwischen aktiv gemanagten Fonds
und den passiven Indexfonds, die an den Index gekoppelt sind und auch
an der Börse gehandelt werden.
Normalerweise sind die zu zahlenden Gebühren beim
Indexzertifikat geringer als beim Indexfonds, was durchaus ein
Entscheidungskriterium für den Kunden sein kann.
Beim Indexzertifikat trägt der Kunde hingegen das Risiko, bei
Konkurs des Emittenten sein gesamtes Kapital zu verlieren. Bei einem
Indexfonds ist dieses nicht möglich, da das
Sondervermögen des Fonds nicht in eine eventuelle Kursmasse
fallen würde.