ETF - Exchange Traded Funds


Exchange Traded Funds (ETF) sind börsengehandelte Fonds, der Anleger kann Sie also bequem über beispielsweise XETRA erwerben und ist nicht an die Anteilsausgabe durch eine Kapitalanlagegesellschaft gebunden.

ETF werden meist mit Indexfonds gleichgesetzt, tatsächlich sind die meisten Exchange Trade Funds Indextracker. Im Klartext heißt das: Der Fonds bildet computergestützt einen Index ab. Bekannte Indizes sind beispielsweise der DAX (Deutscher Aktienindex) oder der MSCI World.

Nahezu jedes Anlagegebiet, egal ob Aktien, Renten oder Rohstoffe, kann durch Indizes abgebildet werden. Als Anleger kauft man also nicht einzelne Werte sondern gleich einen ganzen Korb von Einzeltiteln aus einem Sektor, einer Branche - eben aus einem Index.

Da ETF den Bankberatern deutlich weniger Provisionen in die Kassen spülen, werde sie logischerweise weit weniger stark beworben als Zertifikate oder teure aktive Fonds. In Deutschland führen die Indexprodukte daher noch ein Schattendasein, institutionelle Anleger haben die Stärken der Produkte jedoch bereits erkannt. In den USA, woher die Exchange Traded Funds ursprünglich stammen, ist der Anteil der Privatanleger deutlich höher als in Deutschland.

Die Vorteile von ETF

Da meist nur mit einer computergestützten Methode Indizes nachgebildet werden, ist der Verwaltungsaufwand relativ gering. Somit sind Indexfonds meist deutlich kostengünstiger als aktive Fonds. Besonders deutlich wird es beispielsweise bei aktiv gemanagten Aktienfonds, deren TER nicht selten über 2 % liegt. Zudem werden Anleger mit aktiven Fonds oft durch besondere Gemeinheiten wie Performancegebühren zur Kasse gebeten. Da sich das Fondsmanagement bei Verlusten auch nicht beteiligt, ist das schon eine kleine Gemeinheit.

Billiger heißt aber keinesfalls schlechter. Nur ein Bruchteil der aktiven Aktienfonds kann den selbst gewählten Vergleichsindex langfristig schlagen. Zahlreiche wissenschaftliche Abhandlungen stellten immer wieder fest, dass es kaum mehr als 10 % der aktiven Fonds gelingt dauerhaft besser als der Markt zu sein. Der Grund ist denkbar einfach. Hohe Kosten drücken automatisch die Rendite.

Des Weiteren sind ETF eine sehr komfortable und vielfältige Form der Geldanlage. Verfolgt ein Anleger die Strategie des Indexing, kann er bereits mit kleinen Summen eine ansprechende Risikodiversifizierung (aufteilen des Risikos auf viele Einzelwerte) seines Gesamtportfolios erreichen.

Vorteile auf einen Blick:


Geldanlage mit ETF - So funktioniert es

Anleger können die für Ihre Anlagestrategie geeigneten Fonds jederzeit an der Börse kaufen und verkaufen. Grundsätzlich sind sowohl Einmalanlagen als auch Sparpläne denkbar. Sparpläne werden beispielsweise von der Comdirect oder der DAB angeboten. Allerdings sind ETF Fondssparpläne recht teuer (Ordergebühren), es empfiehlt sich eher zunächst eine bestimmte Summe auf einem Tagesgeldkonto anzusparen und dann eine Einmalanlage zu tätigen.

Ein Vorteil des Indexing ist der geringe Arbeitsaufwand. So müssen beispielsweise nicht mehr täglich Kurse von zahlreichen Einzeltiteln verfolgt werden. Indexing ist eine langfristig orientierte Geldanlage. Anleger, die häufig kaufen und verkaufen, erzielen in der Regel ausschließlich eine hohe Gebührenlast, aber nur sehr selten attraktive Renditen.

Beim Indexing reicht es vollkommen aus, wenn die einmal gewählte Depotstruktur regelmässig - zum Beispiel halbjährlich oder jährlich - ausbalanciert wird. Am einfachsten lässt sich das sicherlich mit einem Beispiel erklären:

Mit 10.000 Euro die Welt im Depot

ETF ermöglichen, wie bereits erwähnt, auch mit kleinen Summen attraktive Portfolios aufzubauen. Der Anleger sollte sein Kapital zunächst nach risikoarmen und risikobehafteten Geldanlagen aufteilen. Bleiben beispielsweise 10.000 Euro für den risikobehafteten Anteil übrig, wäre folgende Herangehensweise denkbar.

Das Kapital soll möglich breit gestreut investiert werden. Zudem sollte der Euro Raum für einen deutschen Kapitalanleger tendenziell übergewichtet werden. Aussehen könnt das ganze dann so:

60 % iShares MSCI World, ISIN DE000A0HGZR1 30 % iShares DJ STOXX 600 (DE), ISIN DE0002635307 20 % db x-trackers MSCI Emerging Markets TRN Index ETF, ISIN LU0292107645

Alles was der Anleger dann noch tun muss, ist das regelmäßige Ausbalancieren der Portfoliogewichtungen. Wächst beispielsweise der Emerging Markets Anteil im Depot innerhalb eines Jahres stark an, so sollte dieser bei weiteren Investitionen wieder angepasst werden. Soll heißen, der Anleger muss in die anderen beiden Produkte investieren, um die Anfangsstruktur wieder zu erreichen.

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