ETF und Indexfonds
Warum in ETF und Indexfonds investieren?
Was macht ETF und Indexfonds so interessant und welche
Vorteile bieten Sie für Anleger?
Der Kauf von Investmentfonds über die Fondsgesellschaften ist
für viele Anleger nicht mehr interessant. Zu hoch sind die
anfallenden Ausgabeaufschläge, die die Fondsgesellschaften
verlangen und zu zahlreich sind die Alternativen, die Banken und
Kapitalanlagegesellschaften zur Geldanlage anbieten.
Auch das ambitionierte Versprechen, durch ein aktives Management eine
deutliche Outperformance erzielen zu können, hat sich bei den
meisten aktiven Fonds als falsch erwiesen. Nur die wenigsten Fonds
erwirtschaften langfristig tatsächlich Renditen, die
über der Entwicklung des jeweiligen Vergleichsindex liegen.
Verständlich also, dass immer mehr Anleger ihr Geld in
kostengünstigere Fondsprodukte wie
Indexfonds
und ETF investieren, um die Rendite zu optimieren.
Gibt es einen Unterschied zwischen ETF und Indexfonds?
ETF sind sogenannte "Exchange Traded Funds".
Fonds, die an der Börse gekauft und verkauft werden
können. Beim Handel von ETF fällt - im Gegensatz zum
Handel über die Kapitalanlagegesellschaft - kein teurer
Ausgabeaufschlag an. Oftmals beträgt der Spread bei einem ETF
nur wenige Cent. Dadurch bieten ETF einen erheblichen Preisvorteil.
Ursprünglich wurden die Begriffe ETF und
Indexfonds synonym verwendet, da es
ausschließlich Indexfonds waren, die über
Börsenplätze handelbar waren.
Indexfonds sind nicht aktiv gemanagt. Dass
heißt, dass es kein komplexes Fondsmanagement gibt, welches
Research betreibt und eigene Anlageentscheidungen trifft. Man spricht
daher auch von passiven Fondsprodukten, weil lediglich die Nachbildung
eines existierenden Indexes erfolgt. Durch das passive Management
ergeben sich Kostenvorteile, die sich in Form niedriger
Verwaltungsgebühren bemerkbar machen.
Warum auch aktiv gemanagte Fonds ETF sein können:
Durch die hohe Nachfrage und die Vorteile des Börsenhandels
sind aber auch immer mehr aktiv gemanagte Fonds über die
Börsen handelbar. Besonders bei aktiv gemanagten
Fondsprodukten lässt sich beim Erwerb über die
Börse viele Geld sparen. Der sonst übliche
Ausgabeaufschlag von bis zu sechs Prozent entfällt,
stattdessen sind die Fonds an den Börsen mit Spreads von
deutlich unter einem Prozent handelbar.
Daneben fallen lediglich die Gebühren für den
Börsenhandel an, die sich je nach Anbieter nur auf wenige Euro
belaufen. Die Handelbarkeit über die Börsen ist somit
kein Alleinstellungsmerkmal der Indexfonds mehr.
Zwar ist die synonyme Verwendung der Begriffe
Indexfonds
und ETF vor diesem Hintergrund nicht mehr ganz
zeitgemäß, dennoch hat sie sich in den
Köpfen festgesetzt und ist somit noch heute üblich.
Dies liegt vor allem daran, dass viele der an der Börse
handelbaren aktiv gemanagten Fonds nicht explizit als ETF bezeichnet
werden, sondern lediglich mit Zusätzen wie zum Beispiel
"über die Börsenplätze Hamburg und
Frankfurt" handelbar.
Die
enge Verwurzelung der Begriffe ETF und Indexfonds
rührt allerdings auch daher, dass Indexfonds über
Börsenplätze handelbar sind und oftmals nicht bei
Fondsgesellschaften gekauft werden können, während
alle aktiv gemanagten an der Börse handelbaren Fonds
grundsätzlich über die Fondsgesellschaft erworben
werden können und der Erwerb über die Börse
nur zusätzlich möglich ist.
Hier finden Sie nährere Informationen zur
ETF
und
Indexfonds.