SENEX und Indexfonds
Im Aktienindex SENSEX (SENSitive indEX) gruppiert die
Börse Bombay in Mumbai seit 1986 die 30
größten Unternehmen Indiens, die etwa
20 % der Marktkapitalisierung der Bombay Stock Exchange (BSE)
ausmachen. Dazu gehören international verflochtene Firmen wie
der Konsumgüterhersteller Hindustan Unilever, der Autobauer
Mahindra und gleich vier Unternehmen der Tata-Familie. Ähnlich
wie bei Dow Jones oder Dax soll der Index einen Querschnitt der
Schlüsselindustrien repräsentieren.
SENSEX-Investments bieten eine entsprechende Risikostreuung. Anfang
2008 erreichte der Index sein Allzeithoch mit fast 21.000 Punkten. Im
Zuge der Weltfinanzkrise notiert er Ende des Jahres unter 9000
Zählern. Genug Aufstiegspotential für das kommende
Jahr ist also vorhanden.
Während der SENSEX innerhalb eines Jahres über 100%
einbüßte, fielen Dow Jones und Dax mit
vergleichsweise moderaten 36% und 41%. Dies deutet darauf hin, das der
SENSEX den Boden gefunden haben könnte. Die Chartanalyse der
vergangenen drei Jahre zeigt, wie sich der neben dem BSE-100 wichtigste
indische Index bisher entwickelt hat. Von 2005 bis Januar 2008 war der
Aufwärtstrend intakt. Der SENSEX kletterte
kontinuierlich von 6600 auf über 12.000 Zähler.
Mitte 2006 brachte ihn ein kleines Zwischentief in den Bereich unter
10.000, nahe seines Standes im Dezember 2008. Von da an ging es bis
Januar 2008 über die Marke von 20.000 Punkten. Dass der SENSEX
seinen Wert zwischen 2005 und Januar 2008 glatt verdreifachen konnte,
zeigt das Potential, das in ihm steckt. Trotz Weltmarktkrise sind die
fundamentalen Daten der indischen Wirtschaft alles andere als schlecht.
Indien hat in den vergangenen drei Jahren zumindest in weiten Teilen
seiner Ökonomie den Sprung vom Schwellen- zum Industrieland
vollzogen. Dazu gehören jährliche Wachstumsraten von
an die 10% und die Entstehung eines finanzkräftigen neuen
Mittelstands von fast 300 Millionen Menschen. Aber auch
legendäre Namen wie Lakshmi Mittal im Stahlbereich, Ratan Tata
im Automotive- und Energiesektor haben das Bild vom billigen
Dienstleistungsland der Call-Center gründlich revidiert. Inder
kauften europäische Stahlunternehmen und Prestigemarken wie
Jaguar Cars. Von diesen Investitionen profitieren auch die im SENSEX
notierten Mutterkonzerne. Dass die indische Wirtschaft
und mit ihr der SENSEX wieder auf Erholungskurs geht, wenn die
Weltfinanzkrise ausgestanden ist, darf angesichts der guten
Fundamentaldaten erwartet werden. Zumal wenn lokale
Hemmnisse wie mangelnde Infrastruktur, ein hoher
Agrarbevölkerungsanteil und ungleiche Bildungschancen
sukzessive aus dem Weg geräumt würden. Insgesamt
gesehen gehört Indien mit China nach wie vor zu den
Ländern, die großes Entwicklungspotential aufweisen.
Mit SENSEX Indexfonds könnten davon auch
deutsche Anleger in Zukunft profitieren. Gewinnraten von
350%, wie sie vor zwei Jahren mit SENSEX Indexfonds erzielt wurden,
müssen nicht unbedingt als Maßstab herangezogen
werden. Mehr als ein Dutzend Indien-Fonds und
SENSEX-Indexfonds sind auf dem Markt zu haben und
können als solche an den meisten deutschen
Börsenplätzen gehandelt werden. Beispielsweise der
Franklin India Fund, der Pictet Fund Lux Indian Equities, die
DWS-Produkte India und Invest Indian. Oder der SENSEX Indexfonds von
ABN Amro India, der allerdings nicht nur auf Aktien setzt. Auch die
Deutsche Bank ist bei SENSEX Indienfonds u.a. mit dem Produkt DB X
Trackers S&P vertreten. Im Jahresvergleich bis zu 60% niedriger
bewertet, bieten sich zum jetzigen Zeitpunkt günstige
Gelegenheiten für den Einstieg in die SENSEX-Indexfonds.