Aktienfonds Vergleich
Definition Aktienfonds
Ein Aktienfonds ist ein
Investmentfonds, der von einer Kapitalanlagegesellschaft aufgelegt wird
und dessen Anlage in erster Linie in Aktien
erfolgt. In welche Aktien dabei investiert wird, ist von Aktienfonds zu
Aktienfonds sehr unterschiedlich.
Er kann dabei zum Beispiel an ein bestimmtes Land oder
eine bestimmte Region gebunden sein, er kann aber auch
global investieren.
In jedem Fall legt der Aktienfonds in zahlreiche
verschiedene Aktienwerte an, die in den meisten
Fällen unterschiedlichen Branchen zugeordnet werden
können. Somit erfolgt eine starke Diversifizierung des
Aktienportfolios, die Anleger in einem Einzeldepot kaum erreichen
würden.
Durch diese breite Streuung ist das Verlustrisiko
bei Aktienfonds deutlich niedriger, im Fall von
Verlusten einer Branche oder eines Unternehmen würde dieses
durch andere Aktienwerte kompensiert werden. Natürlich
müssen Anleger auch bei Aktienfonds Verlustrisiken
kalkulieren.
Die Wahl der Aktienwerte
Viele der Aktienfonds am Markt sind aktiv gemanagt.
Bei diesen Investmentfonds wählt ein versierter Fondsmanager
die Aktientitel aus. Er kann dabei auf mehrjährige Erfahrung
im Aktiengeschäft zurückblicken und erhält
über interne Research-Abteilungen alle für ihn
relevanten Informationen, die Unternehmen und Aktienwerte seines Fonds
betreffen.
Auf dieser Basis kann er Kauf- und Verkaufsentscheidungen treffen, die
dann im Fonds ausgeführt werden.
Aktienfonds
eignen sich daher in erster Linie für Anleger,
die bisher keine oder nur wenig Erfahrung im Aktiengeschäft
sammeln konnten, auch Anleger, die nur wenig Zeit haben, sich selbst um
ihre Aktienwerte zu kümmern, sind in einem Aktienfonds besser
investiert als in Einzelwerten.
Die Arten der Investmentfonds
Mittlerweile gibt es am Markt eine Vielzahl
unterschiedlicher Aktienfonds. Einige der Aktienfonds
sind dabei international investiert, andere Fonds hingegen arbeiten als
Regionenfonds. Die Investments dieses Fonds sind dabei auf eine
bestimmte Region, zum Beispiel Deutschland, Europa oder Asien,
beschränkt. Hierbei handelt es sich zumeist um Fonds, die in
große Aktienwerte, den so genannten Blue-Chips investieren.
Die Verlustrisiken sind hier relativ gering.
Daneben sind auch verschiedene
Branchenfonds
am Markt aktiv, deren Anlage einzig in einer bestimmten Branche wie
etwa der Biotechnologie oder den erneuerbaren Energien erfolgt.
In den letzten Jahren werden auch
Indexfonds,
die einen zugrunde liegenden Index nachbilden, immer beliebter. Ihr
Vorteil gegenüber konventionellen Investmentfonds sind
niedrigere Kosten und höhere Transparenz.
Anleger sollten bei der Wahl ihres Aktienfonds immer
beachten, dass die Risiken des Fonds steigen, je spezifischer er
investiert.
Branchenfonds beispielsweise können zwar in unterschiedlichen
Aktien anlegen, eine Diversifizierung im Hinblick auf die Branche
erfolgt jedoch nicht. Ähnliches gilt für
Regionenfonds, die bei ihrer Anlage auf eine bestimmte Region
beschränkt sind. Im Fall einer dortigen Wirtschaftskrise (wie
in den 1990er Jahren in Asien), drohen mitunter hohe Verluste. Um
interessante Aktienfonds zu finden, die in den letzten Jahren positive
Renditen erwirtschaften konnten und unter Umständen sogar als
Outperformer agierten, können Ratings und Rankings
unabhängiger Ratingagenturen genutzt werden.
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Die Anlage von Aktienfonds
Die Anlage von Aktienfonds ist sehr unterschiedlich
möglich. So bietet jede Bank an, ein Depot zu
eröffnen und Aktienfonds zu kaufen. Die Anlage ist hier
bereits ab einem Anteil möglich, einige Banken fordern jedoch
1.000 – 2.000 Euro Mindestanlage. Auch die
Kapitalanlagegesellschaften bieten die Anlage von Depots. Diese
speziellen Fondsdepots sind in ihrer Verwaltung oft günstiger,
die Flexibilität ist jedoch leicht eingeschränkt.
Fondsdepots bieten Anlegern jedoch die Möglichkeit, eine
monatliche Sparrate in Aktienfonds zu investieren, die Mindestrate pro
Monat beträgt dabei in vielen Fällen 50 Euro.